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Nano-Aquaristik

Nano - was ist das eigentlich?


Nano kommt aus dem griechischen von nannos, bzw. aus dem lateinischen von nanus und bedeutet "Zwerg".
Hier handelt es sich um die kleinste Art der Aquaristik mit kleinen Aquarien von bis zu 35 Litern Inhalt. In diesen Nanos werden überwiegend Schnecken, Zwerggarnelen oder kleine Krebse, selten Minifische gepflegt. Die Nano-Aquaristik ist schon lange kein besonderer Trend mehr, sie hat sich in den letzten Jahren als fester Bestandteil etabliert. Da Nano-Aquarien meistens nur sehr wenig Platz benötigen, werden sie eine immer beliebtere Alternative.
Im Handel werden die sogenannten Nanos mit Inhalten von 10 bis 60 Litern angeboten, wobei das 54-Liter-Aquarium schon ein normales Standard-Aquarium ist.
Hier möchte ich speziell auf die kleinen Nanos, die einen Inhalt von ca. 7 bis ca. 35 Litern haben, eingehen.


ein 20-Liter Nano, eingerichtet im Aquascaping-Stil

Oft wird behauptet, dass ein Nano-Aquarium für Anfänger nicht geeignet sein soll. Dem können wir nicht ganz zustimmen, es ist zwar richtig, dass ein größeres Aquarium kleinere Pflegefehler (z. B.: zu starke Fütterung, sparsamen Wasserwechsel usw.) eher verzeiht wie ein kleines Nano aber wenn man ein paar Grundregeln beherzigt, kann auch ein Anfänger mit einem Nano sehr gut in die Aquaristik einsteigen. Allerdings muss ich ehrlich sagen, je weniger Liter Wasser das Nano beinhaltet, desto schwieriger wird die Pflege. So wäre meine Empfehlung: ein Anfänger sollte nicht mit einem Nano unter 20 Litern Inhalt anfangen.
Es stimmt, dass ein kleines Nano aufgrund der geringen Wassermenge sehr sensibel auf Veränderungen reagieren kann (das kann schon eine zu großzügige Fütterung sein, nicht gefressenes Futter gammelt dann in Ecken vor sich hin und dabei enstehen für die Tiere giftige Stickstoff-Verbindungen). Da ein größeres Aquarium eine größere Puffer-Kapazität hat, ist es nicht so empfindlich wie ein kleines Nano. Nanos sollten also sehr gewissenhaft gepflegt werden, dann hat man lange Freude an ihnen.

Warum sind eigentlich die Nanos in der Aquaristik so beliebt, welche Vor- und/oder Nachteile haben sie?

Vorteile: Nachteile:
günstiger in der Anschaffung und im Unterhalt,
weniger Platzbedarf und leichter vom Gewicht,
weniger Zeit für Pflegemaßnahmen
weniger Besatzmöglichkeiten (wenige Pflanzen und Tiere),
das Biotop kann schneller kippen (schlechte Wasserqualität)

Außerdem kann man spezielle Wasser- oder Futteransprüche der Tiere in einem Nano besser befriedigen (z. B.: die Pflege der Sulawesi-Zwerggarnelen) und einige Tiere würden in einem "normalen" Gesellschaftsaquarium einfach untergehen, sie fühlen sich dort nicht wohl (z. B.: manche Zwergbärblinge oder -kärpflinge). Für diese Tiere sind die Nano-Aquarien einfach die optimalste Lösung.


7-Liter Nano mit Süsswasser

7-Liter Nano mit Meerwasser

Die Nano-Aquaristik beschränkt sich nicht mehr nur auf den Süsswasserbereich, immer mehr Firmen entwickeln auch Komplett-Pakete der Nano-Aquarien, die für Süss- und Meerwasser gedacht sind und auch einwandfrei funktionieren.

Bei der Nano-Aquaristik, egal ob mit Süss- oder Meerwasser, sollte man allerdings einige Regeln beachten:
Mit dem Kauf von Lebewesen übernimmt man eine lebendslange Verantwortung!
Beim Aufstellen des Nanos darauf achten, dass es nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt ist.
Wöchentlicher Wasserwechsel von ca. 1/3 des Inhaltes mit Mulm absaugen vom Boden und Scheiben putzen.
Den Filter kontrollieren, gegebenenfalls reinigen aber nicht direkt beim Wasserwechsel.
Das Nano großzügig mit Pflanzen ausstatten, für Rückzugsmöglichkeiten (Versteckmöglichkeiten) sorgen.
Erst nach der Einfahrphase die Tiere einsetzen.
Sparsam füttern, besser 2 x weniger, wie 1 x zu viel.
Nicht zuviele Bewohner in das Nano setzen, auf Verträglichkeit miteinander achten.


Das Bundesinnenministerium für Verbraucherschutz hat bereits vor über 10 Jahren ein Gutachten über die Mindestanforderungen bezüglich der Haltung von Zierfischen herausgegeben, die eine Mindestgröße für Aquarien von 54 Litern Inhalt, bzw. eine Mindestgröße von 60 x 30 x 30 cm vorgibt.
Das Gutachten: http://www.kleintierpraxis-am-hafen.de/fische/fische.pdf
Ich will das Gutachten nicht angreifen aber die Verantwortlichen haben sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die genauen Haltungsbedürfnisse mancher Zierfische angesehen, oder aber diese Fische waren zu dem Zeitpunkt noch nicht im Handel erhältlich. Jede Fischart ist in ihren Ansprüchen anders, es gibt unter den Mini-Fischen so faule Schwimmer, für die ist sogar ein 30-Liter-Nano noch fast zu groß.
Unsere dementsprechende Empfehlung lautet daher auch: KEINE Fische in Nanos unter 30 Litern Inhalt!


33-Liter Nano