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Das Aqua-Terrarium

Die Heimtiermesse in Hannover, im letzten Monat, hat bei mir ihre Spuren hinterlassen. Mich hat doch tatsächlich noch zusätzlich der Terraristik-Virus erwischt. Da das Hauptthema die Terraristik war, dachte ich mir, ein paar Anregungen und Ideen für den Verein (und natürlich auch für mich) können nicht schaden. Begeistert haben mich dort ein paar Landkrabben und nach einigen Gesprächen, dachte ich mir, dass diese kleinen Krabbler doch etwas für unsere Nano-Aquarien sein könnten. Daraufhin habe ich mich nach ein paar Tagen des überlegens ins Internet begeben und mir viele Infos geholt. Laut Aussage zweier "Fachkräfte" auf der Messe, sollte ich drei von den kleinen Landkrabben in dem kleinen Nano pflegen können.
Nachdem ich mir ziemlich sicher war, fing ich an das Nano auszuräumen. Einen kleinen Beutel Bodengrund und eine Korkröhre für den Wasserlauf gekauft, einen schönen Waldspaziergang gemacht und ein paar Zweige und Äste mit Moosen mitgebracht. Eine kleine Schale für das Wasserteil wurde gebastelt und dann konnte es ans Einrichten gehen. Oh, sah das niedlich aus, ich war total begeistert! Aber dann..., die kleine Pumpe war dafür viel zu groß bemessen, das Wasser lief viel zu schnell in das kleine Wasserteil, so dass eine Überschwemmung entstand. Außerdem konnte ich sehen, dass das restliche Landteil für drei Landkrabben viel zu klein war. Also neu überlegen, wie ich das Problem am besten lösen kann.

Meinem Mann ist noch mein erstes Meerwasser-Aquarium eingefallen, das zur Zeit im Keller sein Dasein fristet und die Idee fand ich nach einigem Überlegen gar nicht schlecht. Also das Aquarium nach oben gebracht, gespült und nachgesehen, ob alles dicht ist (das Aquarium wurde zwischendurch zur Artemien-Zucht und zur Übergangslösung bei meinem Süßwasser-Umbau benutzt). Vor einiger Zeit hatte ich für Bastel-Pläne dünne Plexiglasplatten gekauft, die mir (oder besser gesagt für meine jetzigen Pläne) nun zu gute kamen. Daraus habe ich einen Filterschacht gebastelt und eine Eisschale für das Wasserteil verkleinert. Nun noch das Wasserteil mit dem Filterschacht verbunden und dann konnte es an die Einrichtung gehen.

Die Rückscheibe des Aquariums von innen und der Filterschacht wurden mit wasserlöslichem Lack dick bestrichen und mit trockenem Bodengrund bestreut. Nachdem alles getrocknet war und der Bodengrund aus dem kleinen Nano in das größere Aquarium kam, sah ich, dass das lange nicht reicht, also noch schnell einen Beutel gekauft, angefeuchtet und ebenfalls verteilt. Die Optik stimmte nun schon. Das Wasserteil mit Aquarienkies bis knapp zur Hälfte gefüllt und eine Platte Java-Moos mit einigen Turmdeckelschnecken darauf gegeben. Nun die der Länge nach halbierte Korkröhre befestigt und die Pumpe eingeschaltet. Es gab keine Überschwemmung mehr, nun konnten auch die Moosstücke wieder verteilt werden und die Korkröhre begrünt werden, hm ja, aber da fehlte nun doch noch einiges.

Heute konnte ich nach unserer Börse noch im Wald einen Spaziergang machen, um noch einige Moose und Äste zu sammeln und ich habe für meine Zwecke noch einige schöne Stücke gefunden. Zu Hause konnte ich mich dann in Ruhe daran machen, die neuen Teile so unter zu bringen, dass genügend Verstecke und Nischen für die kleinen Krabben vorhanden sind. Zum Schluss nur noch einige trockene Ahornblätter eingebracht. Inzwischen habe ich schon ein Lebewesen aus dem Wald entdeckt, eine kleine Kellerassel lebt nun schon in dem Aqua-Terrarium. Am Dienstag bekommt sie noch einen Zuchtansatz Weißer Asseln dazu, so dass die Gesundheitspolizei schon ihren Dienst aufnehmen kann. Leider werden sie wohl teilweise, wenn sie sich oben sehen lassen, von den zukünftigen Landkrabben vernascht werden.

Als ausbruchsichere Abdeckung habe ich mir im Baumarkt schmale Alu-U- und Winkel-Schienen und eine Alu-Lochplatte gekauft. Glas hatte ich noch zu Hause, so dass ich mir davon ein passendes Stück zuschneiden konnte. Die U- und Winkel-Schienen wurden passgerecht zugesägt, die U-Schienen seitlich und hinten auf das Aquarium geklebt. Von der Lochplatte habe ich für vorne und hinten einen schmalen Streifen abgeschnitten und an die Glasplatte geklebt. So kann man die Glasplatte in die Schienen schieben und kein Tier hätte sie so aufbekommen.

Inzwischen hat sich die Optik noch ein wenig verändert. In dem Wasserteil war mir die Verdunstung doch zu hoch, außerdem war die Korkröhre doch sehr wasserdurchlässig und der Bodengrund wurde zu feucht. Also habe ich das Terra wieder ausgeräumt, eine Drainageschicht auf dem Boden eingebracht, ein passendes Stückchen Aquarienschlauch an den Pumpenauslauf gesteckt und in der Röhre ins Wasser geführt. Das Wasserbecken noch mit Lavabruch verkleidet und alles wieder eingerichtet. Alles noch mit den Moosstücken und Ästen verkleidet und nun funktioniert es. Auch sind durch die Umgestaltung noch viel mehr Höhlen und Nischen entstanden, so dass die Krabben genug Versteckmöglichkeiten haben und die Weißen Asseln konnte ich auch mit ihrem Substrat besser verteilen. Zum Schluss noch eine kleine Sepiaschale zerkleinert und für die Kalkversorgung der Krabben verteilt.

 

Ergänzung im August 2014:
Leider konnte ich bislang keine Nachzuchten der von mir gewünschten Krabben bekommen, somit habe ich das Aqua-Terrarium vorläufig für Tausendfüßer umgebaut, bis ich beim nächsten Aquarianertreffen ein passendes Terrarium für die Tausendfüßer bekomme.


09.02.2014