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Bezirksausfahrt nach Hallig Hooge

Unsere Bezirksausfahrt am 17. Juni 2012 nach Hallig Hooge (vom VDA-Bezirk 03 Schleswig-Holstein)

Wie vorher schon verabredet, traf ich morgens um 5:45 Uhr bei Petra ein um mit ihr zum allgemeinen Treffpunkt nach Nordstrand, Strucklahnungshörn am Hafen zu fahren, Wolfgang war verhindert und so fuhr an seiner Stelle Anke mit. Die anderen Stichlinge fuhren auf unterschiedlichen Wegen von vorher verabredeten Treffpunkten ebenfalls dorthin. Wir waren schon als erste um 8:00 Uhr an der verabredeten Stelle aber nacheinander trudelten dann auch die anderen Teilnehmer ein.
Von den Stichlingen war Günter, Gerd, Ugro mit Helga, Rudi, Sylvia, Ingrid mit Thomas, Erika, Jürgen mit Traute, Dominik und Svenja, Petra mit Anke und ich dabei. Das Wetter zeigte sich leider nicht von seiner besten Seite, es war sehr stürmisch und der Himmel war grau.
Die MS Adler-Express (unser Schiff) lag wartend an der Mole und wir konnten schon mal einen Blick in das untere Deck auf die fertig gedeckten Tische (Kaffee, Teller mit jeweils zwei Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade und Honig darauf) werfen. Da einigen von uns der Sinn nach Kaffee stand, versuchten wir unser Glück oben auf dem Deich bei einem Café, das aber leider erst viel später aufmachen würde. Doch wir hatten Glück und unten an der Mole machte der Kiosk gerade auf und so bekamen wir doch noch unseren Kaffee. Einige von uns versorgten sich dort auch noch mit Stirnbändern.
Um kurz vor 9:00 Uhr durften alle auf das Schiff und pünktlich um 9:15 Uhr legte es ab. Angetrieben von zwei Wasserstrahldüsen durch die 6000 Liter die Sekunde strömten und uns so mit einer Reisegeschwindigkeit von 21 Knoten in 1 Stunde und 10 Minuten ans Ziel der Hallig Hooge brachte.
Dort wurden wir auf zwei Kutschen verteilt und los ging es zum ersten Besichtigungs-Stopp, die "Hauptstadt" Hanswarft, wo wir uns einen interessanten Kurzfilm über ein typisches "Landunter" auf der Hallig im "Sturmflut-Kino" anschauen konnten.
Anschließend ging es zum Königspesel, ein bewohntes Friesenhaus aus dem 18. Jahrhundert, das uns anschaulich die Wohnkultur der Seefahrer näher brachte. (Königspesel = Pesel ist das andere Wort für "Gute Stube" und König, ja dort hat tatsächlich der damalige dänische König geschlafen.)
Auf dem Weg zu den Kutschen haben einige von uns noch einen ganz schnellen Stopp im Gezeitenaquarium eingelegt, dafür hätte ich eigentlich ganz gerne mindestens eine halbe Stunde Zeit gehabt, so konnten wir nur auf die Schnelle hindurch gehen.
Von der Hanswarft ging es zur Backenswarft, wo wir eine gute Stunde Pause hatten, die man im Café "Zum blauen Pesel", einem reetgedeckten Friesenhaus mit einer gemütlichen Atmosphäre und einem schönen (und nun auch endlich sonnigen) Kaffeegarten verbringen konnte.
Von hier aus fuhren wir rüber zum letzten Stopp, der Kirchwarft, wo wir einen Blick in die Halligkirche "St. Johannis" aus dem 17. Jahrhundert werfen konnten. (Wenn ich es noch richtig  in Erinnerung habe, ist diese Kirche nur von Frauen in 4,5 Jahren erbaut worden, da ihre Männer  zu der Zeit auf See waren.)
Nun ging es leider schon wieder per Kutsche zurück zum Hafen, wo auch gerade die MS "Adler-Express" einlief. So blieb nur noch ein kurzes Gespräch mit unserer Kutscherin übrig. Sie erzählte uns, dass im September alle Tiere von der Hallig auf das Festland zu Bauern gebracht werden und dort bis zum März bleiben. Die Kinder haben auf der Hallig sogar Schulunterricht, wobei die "Klassen" teilweise nur jeweils aus einem Kind bestehen und der Kindergarten sogar vier Kinder hat, die von einer Mutter betreut werden.

Nach nur drei Stunden Aufenthalt auf der Hallig ging es wieder auf das Schiff und bei nun sonnigem Wetter und ruhiger Nordsee zurück. Auf dem Schiff hat Sven noch jedem Teilnehmer eine Karte der Hallig Hooge mit einem Hallig-Taler als Andenken geschenkt.
Zurück in Nordstrand ging es im Bezirks-Auto-Konvoi zu einer nahe gelegen Mühle, wo wir uns ausgiebig bei Kaffee und ganz leckerem Kuchen, Torten und Eis stärken konnten. Nach dieser Pause fuhren noch einige zum Hofladen Baumbach, der ein großes Sortiment an Lebensmitteln und anderen Dingen vorzuweisen hat, überwiegend von Schafen und Galloways, (mir haben es besonders die tollen Schaf-Felle angetan). Gegen 16:00 Uhr haben wir uns dann vom Hofladen aus auf den Heimweg nach Norderstedt gemacht und ca. 2 Stunden später waren wohl alle wohlbehalten wieder zu Hause.

Für mich war es ein wunderschöner und sehr interessanter Ausflug.
Von dem "Stichling" an dieser Stelle noch ein Dankeschön an Sven Wilms und seiner "Chefin", die diese Bezirksausfahrt organisiert haben.


18.06.2012