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Schöne Aquarien

Schöne Süßwasser-Aquarien

Was versteht man unter einem "schönen" Aquarium?
Vorweg gesagt: 1. ist dieses meine Meinung und 2. soll jedes Aquarium seinem Pfleger gefallen - und trotzdem ist es schön, wenn man hört: Oh und Ah. Die Geschmäcker sind sehr unterschiedlich und trotz allem gibt es ein paar Dinge, teils nur Kleinigkeiten, die man beachten sollte, dann hat man einen großen Schritt zum schönen Aquarium gemacht.

Ein schönes Aquarium hat mit der Größe gar nichts zu tun, es wäre schön, wenn es den Räumlichkeiten angepasst ist. Das soll heißen: ein großes Aquarium sollte nicht in einem zu kleinen Raum stehen, das würde erdrücken, dagegen ein kleines Aquarium kann in einem größeren Raum stehen, wenn es sich harmonisch der Umgebung anpasst und ein optischer Blickpunkt ist.

Die Sichthöhe sollte für den Betrachter in Augenhöhe sein, das heißt: am Sofa sollte das Aquarium nicht so hoch aufgestellt sein, wenn man auf dem Sofa sitzt, sollte der Mittelpunkt in etwa auf Augenhöhe sein. Dagegen am Eßzimmer-Tisch müsste es etwas höher stehen und in der Schrankwand noch höher, da man vor dem Schrank meistens steht.

Von außen sollte der Wasserstand eigentlich nicht sichtbar sein, außer bei offenen Aquarien, auch der Bodengrund sieht meistens nicht sehr schön aus, so dass die Höhe des Bodengrundes mit einer Blende versteckt sein sollte. Schön wäre es auch wenn das Thermometer nicht so sichtbar an der Frontscheibe klebt, das könnte man auch an der Seite etwas verstecken. Die technischen Geräte könnte man ebenfalls verstecken oder kaschieren, so dass man nicht unbedingt gleich den Filter von vorne sehen muss.

Bei der Einrichtung wird es schon etwas schwieriger, da gibt es Biotop-, Arten- und Gesellschafts-Aquarien und auch spezielle Aquarien für Wirbellose, für welches man sich entscheidet, ist reine Geschmacksache. Ein Biotop beherbergt überwiegend Pflanzen und Tiere aus einer Region, das Artenbecken beinhaltet nur eine einzige Fischart z.B. nur Cichliden oder nur Piranhas. Das Gesellschafts-Aquarium beherbergt verschiedene Pflanzen und Tiere aus verschiedenen Regionen, dabei sollte man aber beachten, dass alle Lebewesen in dem Aquarium die gleichen Ansprüche an die Temperatur und das Wasser stellen, auch sollte man nicht ruhige mit sehr schwimmfreudigen Fischen zusammenhalten, da die ruhigeren Fische sich gestört fühlen würden. Auch sollte man keine Friedfische mit Räubern oder ganz kleine Fische mit großen Fischen zusammen halten, da die kleinen Fische permanent unter Stressstehen würden.

Der Bodengrund sollte ebenfalls zu den Fischen passen, das heißt wenn man Fische oder Welse pflegt, die gerne im Bodengrund wühlen, sollte der nicht zu grob und nicht scharfkantig sein. Hat man Welse die am Holz raspeln, wie z.B. Antennenwelse, sollte man auch genügend Holz für die Dekoration zur Verfügung stellen, ebenso sollten genug Versteckmöglichkeiten für alle Tiere vorhanden sein.

Auch sollte der Besatz an Fischen nicht zu stark sein und man sollte beachten, dass Fische, wenn sie ausgewachsen sind, noch genügend freien Schwimmraum mit Versteckplätzen zur Verfügung haben und miteinander harmonieren. Auch sollte man beachten, ob man Schwarmfische pflegt, denn oft habe ich schon gehört, dass für einen Schwarm drei bis fünf Fische reichen, das stimmt nicht! Ein Schwarm besteht immer mindestens aus 8 Fischen! Je mehr, je besser, vor allem muss man damit rechnen, dass ein Fisch mal das Zeitliche segnet oder anderweitig verschwindet.

Bei den Pflanzen sollte man darauf achten, dass sie genügen Platz zum Entfalten haben aber auch andererseits den Tieren noch genügend Schwimmraum übrig lassen. Man sollte auch wissen, wie groß im Schnitt die Pflanze werden kann, so dass sie später nicht zu mächtig wirkt, also keine große Solitärpflanze wie z.B. eine große Amazonas in einem kleinen Aquarium (als Faustregel kann man bei den Pflanzen sagen: Endhöhe gleich Breite). Wobei eine schöne Solitärpflanze in der richtigen Farbe und Größe ein Aquarium optisch verschönern kann. Ebenso kann man unterschiedliche Blattformen miteinander kombinieren oder wenn man überwiegend z.B. Amazonas-Pflanzen pflegt, in unterschiedlichen Blattformen und Farben, das lockert auf. Die Artenvielfalt der Pflanzen aber so begrenzen, dass man kein Sammelsorium in dem Aquarium hat (hier zeigt sich: weniger ist mehr), besser von einer Art mehrere Pflanzen. Ebenso niemals einen Blickpunkt in die Mitte des Aquariums setzen (Goldener Schnitt).

Zum Schluss nur noch dieses: die Aquarienscheiben sollten öfter von innen und außen geputzt werden und ab und zu eventuell auch mal den Mulm vom Bodengrund absaugen. Ebenso sollte man sich die Pflanzen ab und zu mal genauer ansehen und Blätter, die z.B. veralgt sind oder als Gitter da stehen, entfernen.

Wenn man diese paar Regeln einhält, hat man auf jeden Fall ein "schönes Aquarium".