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In-Vitro

In-Vitro Cups - Aquarienpflanzen aus der In-Vitro Kultur

Seit einiger Zeit sieht man immer öfter in Zoogeschäften neben den Aquarienpflanzen-Verkaufsbecken auch kleine Töpfchen mit Aquarienpflanzen stehen, den sogenannten In-Vitro Cups. Bislang habe ich mich nicht sonderlich dafür interessiert, da mir der Preis für das Töpfchen mit ein bisschen Aquarienpflanze oder Moos doch recht hoch erschien. Inzwischen denke ich etwas anders über diese Cups. Da ich für mein Garnelen-Aquarium noch Moos und etwas Grünzeug brauchte, überlegte ich, wie ich das organisieren kann. Aus einem laufenden Aquarium wollte ich keine Pflanzen nehmen, da die Gefahr für unerwünschte Mitbewohner (wie z. B. Schnecken oder Planarien) doch recht hoch ist. Im Zoogeschäft kaufen wollte ich auch nicht, da man ja weiß, dass die Pflanzen unter anderem mit Dünger und Pestiziden belastet sind und somit für das Sterben der Garnelen und empfindlichen Fischen verantwortlich sind. Ja, was nun?
Von den In-Vitro Pflanzen wusste ich, dass sie nicht mit Schadstoffen belastet sein sollen und dass man diese Pflanzen bedenkenlos in ein mit Garnelen besetztes Aquarium setzen kann. Also fing ich an, mich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

In-Vitro bedeutet Meristem-Vermehrung (Meristeme - Sprossspitzen) und erfolgt unter keimfreien und sterilen Bedingungen in Laboren. Spezialisten sind zur Zeit Dennerle mit der Serie plant-it, Tropica mit 1-2-Grow und Anubias mit Linea Cups. Die Pflanzen sind in einem Töpfchen mit einem gel-artigen Nährmedium, welches meistens aus Agar-Agar besteht. Außerdem sind sie frei von Algen, Schnecken, Planarien, sonstigen unerwünschten Mitbewohnern und Krankheitserregern.

Die Vorteile der In-Vitro Cups:
1. Keine ungebetenen Gäste, die man sich beim Kauf von klassischen Aquarienpflanzen im Topf oder Bund mit Steinwolle einschleppen kann.
2. Garnelen freundlich, da auf die Verwendung von Pestiziden verzichtet wird.
3. Keine Algen, Pilze, Bakterien, Pestizide oder Bakterizide, da die Pflanzen in den Cups unter sterilen Bedingungen gezogen werden.
4. Mehr Pflanzen als im Topf oder Bund.
5. Längere Haltbarkeit durch das Nährmedium und dem Cup. Die Cups kann man beruhigt auch ein paar Wochen bei normaler Zimmertemperatur lagern und sie erst dann verwenden.
6. Sogar Raritäten und seltene Sorten sind so eher zu einem erschwinglichen Preis zu finden.

Das Einsetzen der In-Vitro Pflanzen
Man sollte die Pflanzen mit dem Nährgel in einen kleinen Topf mit dem zukünftigen Aquarienwasser ca. 30 bis 60 Minuten einweichen. Dann vorsichtig das Nährgel mit einer Pinzette oder einem Zahnstocher entfernen und die einzelnen Pflanzenteile vorsichtig nochmals mit Aquarienwasser abspülen. Nun kann man die Stecklinge mit einer Pflanzen-Pinzette vorsichtig in das Aquarium setzen. Moose können an ihrem Bestimmungsort entweder gebunden oder mit einem Sekundenkleber-Gel angeklebt werden.
Sollten noch winzige Rückstände von dem Nährgel an den feinen Wurzeln haften, ist das nicht weiter schlimm, da das Gel unbedenklich für die anderen Aquarienbewohner ist. Trotzdem sollte man das Gel größtmöglich entfernen, da sich das Gel im Bodengrund lösen kann und dann langsam aufsteigt, das sieht sehr unschön aus.