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Aufbau eines Moor-Kübels

Für das Mini-Moor habe ich zwei ineinander stehende Mörtelwannen (zur besseren Stabilisierung), mit den Maßen 72 x42 x 30 cm, also ca. 90 Liter Inhalt genommen. Für die Schlenke (wassergefüllte Vertiefung) kam ein 12 Liter Baueimer (ohne Henkel) zum Einsatz, der Rand des Eimers ist ca. 5 cm unter dem Rand der Mörtelwanne. Für den Wasserspeicher habe ich einige größere, gelöcherte Blumentöpfe verkehrt herum auf den Boden verteilt, so dass er kaum noch sichtbar war. In den einen Boden von einem größeren Blumentopf in einer Ecke wurde ein größeres Loch geschnitten, so dass ein PVC-Rohr (gedacht als Wasser-Einfüllrohr und Wasserstandsanzeiger) schön in einer Ecke sitzt. Abgesichert ist das Rohr mit einem passenden Deckel, so dass kein Tier dahinein fallen kann. Als Drainageschicht und um Torf zu sparen ist zuerst eine Schicht von ca. 6 cm Blähton in dei Wanne gekommen, so könnensich dann auch die Blumentöpfe nicht mehr verschieben. Nun kam der schlimmste Teil der Vorarbeit: soviel Torf wässern und in die Mörtelwanne geben, dass sie voll ist. Dazu habe ich erst einmal ca. 80 Liter Torf und 40 Liter Regenwasser in die Wanne gefüllt und mit beiden Händen gut durchgeknetet (da fühlte ich mich doch glatt in meine Kindheit zurück versetzt, so richtig im <Baggermatsch wühlen). Die Menge reichte natürlich noch lange nicht und so habe ich noch Eimer für Eimer Torf gematscht und in die Wanne gegeben, bis sie sehr gut gefüllt war (der Torf sackt mit der Zeit noch um einiges zusammen).

Start des Moor-Kübels am 12. Juni 2015
Nun konnte ich es nicht lassen und habe einen Baumarkt und meine Gärtnerei nach brauchbaren Pflanzen abgeklappert. Ein paar Pflanzen habe ich für mein Moor bekommen, unter anderem ein Knabenkraut (da war ich mächtig stolz drauf), Binsen, Wollgras und aus Mitleid habe ich ein Sonnentau (der war schon fast hinüber) und eine Venusfliegenfalle mitgebracht. Jetzt hatte ich einen Grundstock und konnte mit der Bepflanzung anfangen. Das Scheiden-Wollgras und die Weiße Blumenbinse wurden jeweils in einen größeren Topf gepflanzt (als Wuchs-Begrenzung) und dann in den Kübel gesetzt, die Korkenzieherbinse bekam einen großen hochkant halbierten Topf als Wurzelsperre. Die anderen Pflanzen wurden normal eingepflanzt. Aber irgendwie fehlte noch etwas und der Kübel sah noch so nackt aus, also bin ich nochmal zu Gretel gefahren und habe noch etwas Moos von ihrem Teich besorgt. Nun sieht es schon etwas netter aus.
Einige Tage später habe ich in Hamburg noch eine Spezial-Gärtnerei besucht und mir noch einige spezielle Pflanzen besorgt und sie auch noch am gleichen Tag eingepflanzt. Nun heißt es abwarten, wie sich alles entwickelt.

Pflege des Moor-Kübels
Eigentlich ist kaum Pflege notwendig, außer den Wasserstand zu kontrollieren (der Torf saugt noch eine Weile), Regenwasser nachgießen und beobachten, ob noch Torf nachgefüllt werden muß (er setzt sich noch etwas). Eventuell verblühte Blüten oder braune Blätter anschneiden. Die Schlenke wird wohl noch eineige Zeit brauchen, bis sich der Torf am Boden absetzt und das Wasser klar wird.


so sah das Mini-Moor nach 1 Woche aus


Die derzeitigen Bewohner des Moor-Kübels:

  Lateinischer Name Deutscher Name besonderes
Dactylorhiza ? Knabenkraut  
Dionea muscipula Venusfliegenfalle  
  Drosera filiformis Fadenförmiger Sonnentau  
  Drosera intermedia Mittlerer Sonnentau  
Drosera rotundifolia Rundblättriger Sonnentau  
  Epipactis palustris Sumpf-Stendelwurz, Moororchidee  
Pinguicula grandiflora Großblütiges Fettkraut  
Pogonia ophioglossoides Moororchidee  
Sarracenia purpurea Purpurne Schlauchpflanze  
  Sarracenia purpurea Hybrid Rote Schlauchpflanze  
  Sphagnum capillifolium Hain-Torfmoos  
  Viola palustris Sumpfveilchen  
Wahlenbergia hederacea Efeu-Moorglöckchen  
  ??? Waldmoos