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Teichgedanken

Immer wieder komme ich mal zu Leuten, die einen sogenannten Gartenteich haben.
Was gibt es doch da alles, was man "Teich" nennt. Ein Löschteich ist eine Wasserstelle, an der man seinen Durst löscht oder hat es etwas mit der Feuerwehr zu tun?! Forellenteich für die Angler - da kommen morgens Fische rein und abends ist alles wieder leer. Fischzuchtteiche sind die Lieblingsplätze der Reiher oder eben nur Fisch-Fleisch-Produktionsstätten. Ganz schlimm sind die Koi-Teiche, weil dort viel Geld hineingesteckt wird wegen der Krankheitsgefahr für die goldene Pracht und außerdem wird viel Energie für die Wasserreinhaltung aufgewendet. Badeteiche haben den großen Vorteil, dass Mensch und Fisch sich auf natürliche Form näher kommen. Bei 15°C Wassertemperatur haben dann die Schuppentiere dann meistens wieder ihre Ruhe und ihren Frieden.

Und was sieht man nun so in unseren deutschen Gärten? Meistens ist es so, dass die Augenmenschen neben ihren Hochzuchtrosenbeeten und schnurgeraden Rasenkanten, auch noch einen Teich haben, der dann rundherum mit Steinplatten eingefasst ist. Da können dann Tiere aller Art rein fallen, aber haben nur selten die Möglichkeit aus dem Wasserloch wieder heraus zu kommen und müssen ertrinken. Z.B. Eidechsen, Laubfrösche, Mäuse und Vögel. Zum Glück haben aber die meisten Tiere einen Instinkt, der sie veranlasst, nur an seichten, flachen Ufern das Wasser aufzusuchen, um dort zu baden und zu trinken.

Wenn also ein Teich möglichst naturnah mit Flachwasserzonen angelegt wird und sich auch hier beheimatete Pflanzen ansiedeln können, werden auch alle entsprechenden Insekten z.B. Schmetterlinge, Bienen und Libellen folgen. Dort, wo der Samenflug nicht reicht, wird die Aussaat durch Saatverschleppung der Wildenten und anderer Vögel stattfinden.
Wenn man Glück hat, schleppen die Wasservögel auch Laich von Molchen und Wasserfröschen ein. Ob die Ansiedlung der Wasserfrösche eine gute Lösung ist, hängt davon ab, ob das Quaken als Musik der Natur oder Lärm empfunden wird. Es soll Menschen geben, die den morgendlichen Gesang der Vögel als Lärm wahrnehmen. Für diese Zeitgenossen sind diese Zeilen aber auch gar nicht geschrieben.

Es ist zwar jedem Menschen selbst überlassen, für welche Art Wasserloch er sich entscheidet, aber letztendlich entwickeln sich diese Gewässer wieder zu naturnahen Biotopen zurück, wenn man es der Natur für ein paar Jahre überlässt, die bereits oben genannten Verhältnisse wieder herzustellen.
All die Menschen, die das Künstliche bevorzugen, sollten sich besser nicht Naturfreunde nennen.
Ugro