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Poecilia sp. Cumana

Poecilia sp. Cumaná - Cumaná-Guppy


Im Herbst 2010, bei dem Aquarianertreffen hatte ich das große Glück einen kleinen Stamm reingezogener Endler-Guppys von Reinhold Nickel zu bekommen. Nach seiner Aussage kamen die Tiere ursprünglich aus der "Laguna de los Patos" (zu deutsch: Ententeich) in Venezuela. Von dort kamen sie in die Uni Göttingen und von dort stammt dieser kleine Stamm. Da er mich gebeten hat, diese Guppys rein zu halten, habe ich meine gezüchteten Gold-Endler gerne Gretel überlassen.
Nach ausgiebigen Recherchen im Internet habe ich folgendes über diese speziellen Endler heraus gefunden:

Herkunft: Umgebung des "Laguna de los Patos", Cumaná im nordöstlichen Venezuela
Biotop: ruhige Fließgewässer, teilweise sogar Brack- oder Abwässer
Temperaturen: 20° bis 28°C
Nur Tiere aus dieser Region gehören der Klasse N-Endler an.
Im anglizistischen Sprachraum ist der Endler Guppy auch unter dem Namen "Endlers Livebearer" bekannt, die allgemeine wissenschaftliche Bezeichnung lautet "Poecilia wingei" und nur die Tiere mit einer gesicherten Herkunft werden unter dem Namen Poecilia sp. geführt.

1075 entdeckte Prof. John A. Endler diesen Guppy in der Laguna de los Patos, Cumaná im nordöstlichen Venezuela. Endler Guppys sind in ihrer ursprünglichen Form deutlich kleiner und kompakter als "normale" Guppys, zum anderen ist ihr Begattungsorgan anders aufgebaut. Die überwiegenden Farben sind grün und orange. Auf den Flanken ist ein ovaler schwarzer Fleck vorhanden und die Schwanzflosse lässt orangene Schwerter vermuten. Dabei handelt es sich aber um sogenannte "Pseudoschwerter" bzw. "Farbstreifen", die zur runden, teilweise transparenten Schwanzflosse gehören. Tyoisch ist ein grün-glänzender Bereich in der unteren Hälfte des Schwanzstiels mit einem orangenen Band davor. Es gibt allerdings inzwischen viele Zuchtformen, die nur noch wenig Ähnlichkeit mit der Wildform haben. Endler Guppys sollten nicht mit anderen, nah verwandten Arten der Gattung Poecilia vergesellschaftet werden, da es ansonsten zu Kreuzungen kommen kann. Am besten wirken die bunten agilen Tiere in einem Artaquarium. Es sollten auch immer mehr Weibchen wie Männchen gehalten werden, da die Männchen die Weibchen oft bedrängen und dieses zu Streß bei den weibchen führen kann.
Endler Guppys kann man ausgezeichnet mit Garnelen vergesellschaften, da sie dem eigenen und dem Garnelennachwuchs kaum nachstellen. Die Männchen werden ca. 2,5 cm, die Weibchen ca. 4 cm lang und sind somit zierlicher als die meisten Wildguppys.
Da es sich ursprünglich um Wildtiere handelt, sind diese lange nicht so anfällig wie die Zuchtformen der Guppys. Sie sind sehr robust, vertragen Temperaturen zwischen 16°C und 30°C. Da die Tiere nicht überzüchtet sind, kommt es auch nicht zu Degenerationserscheinungen und verkrüppeltem Nachwuchs, wie es bei den Zuchtguppys oft der Fall ist.
Interessant ist auch das Balzverhalten der Männchen: die Weibchen werden seitlich von vorne mit gespreizten Flossen angeschwommen, dann präsentiert sich das Männchen in Sigmoidalstellung.
Gefüttert werden die Fische mit Trocken-, Frost- und Lebendfutter, gelegentlich auch mit pflanzlicher Kost. Man sollte aber immer nur in kleinen Mengen und dafür mehrmals am Tag füttern, da die Tiere nicht soviel auf einmal verdauen können. Gleichzeitig zupfen sie ständig an allen Einrichtungsgegenständen und sammeln so Infusorien und Algentriebe.
Endler Guppys sind lebendgebärend, bekommen also im Gegensatz zu anderen Fischen lebende Junge.

Zusammenfassung:
Ordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes), Familie: lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae)
Herkunft: Umgebung des "Laguna de los Patos", Cumaná im nordöstlichen Venezuela (Südamerika)
Größe: 2,5 bis 4 cm
Geschlechtsunterschiede: Männchen kleiner und farbiger mit einem Gonopodium, Weibchen größer, fülliger und farblos
Aquarienlänge: ab 60 cm
Bereich: alle
Temperatur: 20° bis 28°C
Wasserwerte: pH 6 bis 8,5;  dH bis 30°; KH 2 bis 8
Lebenserwartung: ca. 2 Jahre.


26.03.2011