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Pterophyllum scalare

 

Pterophyllum scalare - Skalar



Foto von Jörg

Die Skalare haben mich von jeher fasziniert, ich finde sie majestätisch und in entsprechenden Aquarien mit der richtigen Vergesellschaftung strahlen sie eine unendliche Ruhe aus.
Skalare sind friedlich und neigen außerhalb der Laichzeit zur lockeren Schwarmbildung, während der Laichzeit sind sie stark revierbildend. Das Revier eines Wildfang-Paares hat ca. 100 cm im Durchmesser!
Im optimalen Biotop mit Panzerwelsen und friedlichen nicht zu großen Harnischwelsen (von größeren sollte man absehen, da es vorkommen kann, dass sich die Welse nachts an die Skalare hängen  und dann raspeln - Verletzungsgefahr für die Skalare). Man kann sie auch gut mit ruhigen Schwarmfischen pflegen, die aber nicht zu klein und schlank sein sollten (sie könnten gefressen werden). Passend wären z.B. Rotkopf-, Schmuck-, Brillant- oder Phantomsalmler.

Aquarium:
Das Aquarium sollte mit großblättrigen Pflanzen wie z.B. Echinodoren bepflanzt sein, eine gedämpfte Beleuchtung (evtl. mit einer lockeren Schwimmpflanzendecke abschatten) und vielen Holzwurzeln, die bis an die Oberfläche reichen (Revierbegrenzung), ausgestattet sein. Das Aquarium sollte gut strukturiert sein, damit sich wärend der Laichzeit die Skalare ihre Reviere aufteilen können. Ebenso sollten im hinteren Bereich dichtere Bestände mit Vallisnerien und/oder Echinodoren vorhanden sein, damit freie Rückzugsmöglichkeiten in hintere geschützte Beckenbereiche sind, die die Tiere bei Gefahr sofort aufsuchen.
Will man das natürliche Verhalten der Skalare beobachten sollte man bei entsprechender Aquariengröße zwei bis drei Paare pflegen, denn außerhalb der Laichzeit bilden sie eine lockere Gruppe.

Futter:
Abwechselungsreiches und hochwertiges Trocken-, Frost- und Lebendfutter (rote Mückenlarven sollte man vorsichtig füttern, da es Berichten nach schon zu Todesfällen gekommen sein soll).

Zucht:
Offenbrüter, die Eltern pflegen und beschützen das Gelege, welches an einer fast senkrechten Fläche (Blätter oder Wurzeln) angeklebt wird. Nach dem Schlupf der Larven werden sie nochmals ein bis zwei Mal umgebettet bis der Dottersack aufgebraucht ist, anschließend führen die Eltern gemeinsam die Jungfische. Die Jungfische sollten nach dem Freischwimmen mit frisch geschlüpften Artemeien angefüttert werden.

Besonderes:
Inzwischen gibt es viele verschiedene Zuchtfarben und -formen wie z.B. Marmor-, Schleier-, Gold-, Black-, Platin, Blue-, Red Devil- und Zwerg-Skalare, die Zuchtformen sollen aber meistens degeneriert sein (den Fischen fehlen die senkrechten Streifen mit denen sie kommunizieren). Daneben existieren aber auch in der Natur aufgrund der weiten Verbreitung verschiedene Formen und Farbschläge, über deren taxonomischen Status bisher noch nicht allzuviel bekannt ist, z.B. die Manacapuro-Rotrückenskalare oder die etwas kleineren Skalarformen aus Peru, Guyana oder dem mittleren Rio Negro.
Ähnliche Arten: Pterophyllum altum mit einer Länge von ca. 18 cm und einer Höhe von bis zu 35 cm, sie sind nur für höhere und größere Aquarien geeignet. Der kleinere Pterophyllum dummerlii mit einer Größe von maximal 12 cm. Diese beiden Skalare sind in der Pflege anspruchsvoller und brauchen unbedingt sauberes, saures und weiches Wasser!

Zusammenfassung:
Ordnung: Barschartige (Perciformes), Familie: Buntbarsche (Cichlidae), Gattung: Skalare (Pterophyllum)
Herkunft: tiefere Bereiche ruhiger oder leicht strömender Flußabschnitte zwischen Holzgestrüpp oder Felsen in fast ganz Amazonien, von Peru über Guyana bis Brasilien (Südamerika)
Größe: mit Schwanz bis ca. 15 cm Durchmesser, Höhe mit Beflossung ca. 25 cm
Geschlechtsunterschiede: außerhalb der laichzeit nicht sicher
Aquarienlänge: für ein Pärchen mindestens 250 Liter bei einer Wasserhöhe von mindestens 50 cm
Bereich: mittig
Temperatur: 25° bis 27°C
Wasserwerte: pH 5,5 bis 7,5;  dH 5 bis 10°; KH 2 bis 6; weich bis mittelhart
Lebenserwartung im Aquarium: ca. 10 bis 12 Jahre


Je nach Stimmung sind die dunklen Querbänder von fast ganz weg bis ganz intensiv.


29.07.2012