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Caridina/Neocaridina sp. ´Mini-Japonica ´

Caridina/Neocaridina sp. ´Mini-Japonica´ - Mini Japonica


 

Das Aussehen ist ähnlich der Caridina japonica, der bekannten Amano-Garnele, allerdings bleiben sie mir 30 mm Länge deutlich kleiner und es fehlen die markanten Punktreihen. Diese Garnelen gehören dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an, das heißt, sie bekommen lebende Junge und vermehren sich deshalb auch sehr gut im Süßwasser.
Wichtig ist, dass genügend Versteckmöglichkeiten für Junggarnelen und frisch gehäutete Alttiere vorhanden sind. Das lässt sich am einfachsten mit Javamoos, Süßwassertang oder Monosolenium (auch Pellia genannt) erreichen.

Vergesellschaftung:
Die Garnelen lassen sich sehr gut mit Mini-Fischen (dann könnte aber die Menge des Garnelen-Nachwuchses dezimiert werden), Schnecken und kleinen Welsen vergesellschaften. Sie sind sehr friedlich untereinander und zu anderen Mitbewohnern.

Aquarium:
Da die Mini-Garnelen nur etwa 30 mm lang werden, können sie auch in Mini-Aquarien ab 12 Litern Inhalt gehalten werden. Bei der Bemessung der Aquariengröße sollte man aber bedenken, dass sich die Garnelen nur in einer größeren Gruppe wohl fühlen.
Die Mini Japonicas fühlen sich wohl, wenn viele Moose, feinfiedrige Pflanzen, getrockenes Herbstlaub, Mulm und Wurzelstücke im Aquarium vorhanden sind. Empfehlenswert ist feiner Sand als Bodengrund, man sieht dann wie die Garnelen die einzelnen Sandkörnchen nach freßbarem untersuchen.

Ernährung:
Die Mini Japonicas sind nicht sehr wählerisch, sie nehmen Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Chinchilla-Pellets, Algen, Gemüse, Obst und getrocknetes Herbstlaub (im Sommerhalbjahr auch gerne frische und überbrühte Brennesselblätter) gerne an. Da alle Garnelen einen kurzen Darm haben, sind sie ständig mit dem Fressen beschäftigt.
Wichtig ist bei allen Garnelen dass ihnen überwiegend pflanzliche Kost geboten wird, da bei tierischem Futter (z.B. Frostfutter, FD-Tabs) sonst Häutungsprobleme auftreten können, die zum Verlust von Gliedmaßen oder sogar zum Tode führen können.

Nachzucht:
Die Garnelen gehören dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an, sie bringen mit ihren kleinen Eiern nach einer Tragzeit von ca. vier Wochen ca. 20 bis 40 Junggarnelen mit zur Welt. In der Zwischenzeit hat das Weibchen schon neuen Laich gebildet und ist kurz darauf erneut zur Paarung bereit. Sind die Eier reif, häutet sich das Weibchen und zieht mit einem Lockstoff die Männchen an, die plazieren mit ihren Endopoden Samenpakete an die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Das Weibchen presst anschließend die Eier an den Samenpaketen vorbei in die Bauchtasche ihres Hinterleibes, dabei erfolgt die Befruchtung. In der Bauchtasche bleiben die Eier bis die jungen Garnelen schlüpfen. Das Weibchen umspült sie mit ihren ständig wedelnden Schwimmbeinen laufend mit frischem sauerstoffreichem Wasser und gelegentlich werden sie geputzt und umsortiert.

Nachwuchs:
Die Aufzucht der kleinen Garnelen ist ebenfalls problemlos, es gibt unter diesen Garnelen keinen Kannibalismus, so dass man Alt- und Junggarnelen nicht trennen muss, lediglich Fische können dem Nachwuchs nachstellen.
Eine spezielle Ernährung ist für den Nachwuchs nicht nötig, solange genug Mulm und Futterreste im Aquarium vorhanden sind, ansonsten gibt es im Handel ein spezielles Trockenfutter für frisch geschlüpfte und heranwachsende Garnelen.

Zusammenfassung:
Familie: Atyidae, Gattung: 
Herkunft: 
Größe: ca. 30 mm
Geschlechtsunterschiede: Weibchen etwas kräftiger und größer, der Panzer ist an den Schwimmfüßen weiter herunter gezogen, Männchen etwas schlanker
Aquariengröße: ab 12 Liter
Bereich: überwiegend unten
Futter: pflanzliches Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Gemüse, Obst, evtl. getrocknetes Herbstlaub
Temperatur: 21° bis 27°C
Wasserwerte: pH ca. 7; dGH bis 30; KH bis 5
Lebenserwartung: bis 2 Jahre


30.10.2011