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Caridina cf. babaulti ´Green´

Caridina cf. babaulti ´Green´ - Grüne Zwerggarnele


Die aus Indien stammenden 35 bis 40 mm großen Garnelen wachsen nur langsam und sind nach ca. sechs Monaten geschlechtsreif. In diesem Stadium werden nur geringe Ei-Mengen produziert (um die zwanzig). Die Ei-Produktion steigert sich erst mit dem Alter.
Diese Garnelen können sehr variabel in der Farbe werden (je nach Stimmung), ursprünglich hellgrüne Garnelen können auch gelblich, bräunlich, orange oder rot werden. Charakteristisch für diese Art ist das lange Rostrum und der hellere Rückenstrich, im Vergleich zu anderen Garnelen sehen sie langgestreckter aus.

Vergesellschaftung:
Die Garnelen lassen sich sehr gut mit Mini-Fischen (dann könnte aber die Menge des Garnelen-Nachwuchses dezimiert werden), Schnecken und Harnischwelsen der Gattung Ancistrus vergesellschaften. Die Ancistrus stellen den kleinen Garnelen nicht nach und die Garnelen scheinen sich vom Kot der Ancistrus bzw. von den kotfressenden Kleinstlebewesen zu ernähren. Sie sind sehr friedlich untereinander und zu anderen Mitbewohnern.

Aquarium:
Da die Weibchen der Zwerggarnelen etwa 40 mm lang und die Männchen nur 35 mm lang werden, können sie auch in Mini-Aquarien ab 20 Litern Inhalt gehalten werden. Bei der Bemessung der Aquariengröße sollte man aber bedenken, dass sich die Garnelen nur in einer größeren Gruppe wohl fühlen.
Diese Garnelen fühlen sich wohl, wenn viele Moose, feinfiedrige Pflanzen, getrockenes Herbstlaub, Mulm, Wurzelstücke und Verstecke im Aquarium vorhanden sind.

Ernährung:
Die Grünen Zwerggarnelen sind nicht sehr wählerisch, sie nehmen Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Chinchilla-Pellets, Algen, Gemüse, Obst und getrocknetes Herbstlaub (im Sommerhalbjahr auch gerne frische und überbrühte Brennesselblätter), sowie ab und zu ein paar gefrorene Mückenlarven gerne an. Da alle Garnelen einen kurzen Darm haben, sind sie ständig mit dem Fressen beschäftigt.
Wichtig ist bei allen Garnelen dass ihnen überwiegend pflanzliche Kost geboten wird, da bei tierischem Futter (z.B. Frostfutter, FD-Tabs) sonst Häutungsprobleme auftreten können, die zum Verlust von Gliedmaßen oder sogar zum Tode führen können.

Nachzucht:
Die Garnelen gehören dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an, sie sind schon mit ca. sechs Monaten geschlechtsreif und bringen mit ihren kleinen Eiern nach einer Tragzeit von ca. vier Wochen bis zu 50 Junggarnelen zur Welt, diese Garnelen sind aber nur schwer zur Zucht zu bewegen und die Jungen sind sehr klein. In der Zwischenzeit hat das Weibchen schon neuen Laich gebildet und ist kurz darauf erneut zur Paarung bereit. Sind die Eier reif, häutet sich das Weibchen und zieht mit einem Lockstoff die Männchen an, die plazieren mit ihren Endopoden Samenpakete an die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Das Weibchen presst anschließend die Eier an den Samenpaketen vorbei in die Bauchtasche ihres Hinterleibes, dabei erfolgt die Befruchtung. In der Bauchtasche bleiben die Eier bis die jungen Garnelen schlüpfen. Das Weibchen umspült sie mit ihren ständig wedelnden Schwimmbeinen laufend mit frischem sauerstoffreichem Wasser und gelegentlich werden sie geputzt und umsortiert.

Nachwuchs:
Die Aufzucht der Grünen Zwerggarnelen ist nicht einfach, da die Junggarnelen sehr klein sind und oft das richtige Futter fehlt. Die Junggarnelen können nur in alteingerichteten Aquarien mit viel Mulm aufgezogen werden. Es gibt unter diesen Garnelen keinen Kannibalismus, so dass man Alt- und Junggarnelen nicht trennen muss, lediglich Fische können dem Nachwuchs nachstellen.
Eine spezielle Ernährung ist für den Nachwuchs nicht nötig, solange genug Mulm und Futterreste im Aquarium vorhanden sind, ansonsten gibt es im Handel ein spezielles Trockenfutter für frisch geschlüpfte und heranwachsende Garnelen.

Zusammenfassung:
Herkunft: Indien
Größe: 35 bis 40 mm
Geschlechtsunterschiede: Weibchen etwas kräftiger und größer, der Panzer ist an den Schwimmfüßen weiter herunter gezogen, Männchen etwas schlanker
Aquariengröße: ab 20 Liter
Bereich: überwiegend unten
Futter: pflanzliches Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Gemüse, Obst, evtl. getrocknetes Herbstlaub
Temperatur: 23° bis 28°C
Wasserwerte: pH ca. 7; dH bis 18°
Lebenserwartung: ca. 2 Jahre


28.06.2012