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Caridina cf. cantonensis ´... Bee´

Caridina cf. cantonensis ´Black Bee´, ´Red Bee´ - Bienengarnelen


Caridina logemanni - Schwarze und Rote Bienengarnelen

 

Auch wenn das Behältnis noch so klein ist, so ist es doch möglich, diese kleinen friedlichen Garnelen zu pflegen und zu vermehren. Die ´Black Bee´ und die ´Red Bee´ unterscheiden sich von den anderen Bienengarnelen durch die weiße Deckfarbe mit etwas Farbabsetzungen.
Obwohl die Bienegarnele schon seit längerer Zeit bekannt ist und nachgezüchtet wird, ist die Artzugehörigkeit noch immer nicht vollständig geklärt. Diese Bienengarnelen werden auch unter dem Namen "Caridina logemanni" gehandelt. Große Übereinstimmungen finden sich bei der Caridina trifasciata aber noch größere bei der Caridina cantonensis, weshalb sie bis auf weiters in die Nähe dieser Art gestellt wurde.
In den letzten Jahren sind verschiedene Farbvarianten gezüchtet worden. Allerdings ist nicht ganz sicher, ob alle Farbvarianten durch eine selektierte Zuchtauswahl oder durch Kreuzung mit anderen Arten entstanden sind.
Farbvarianten: z.B. "Crystal Red", "Black Bee", "Red Bee", "Snow White", "Blue Bolt" (Taiwanbee), "Panda" (Taiwanbee) und "Red Ruby" (Taiwanbee).

Vergesellschaftung:
Die Garnelen lassen sich sehr gut mit Mini-Fischen (dann könnte aber die Menge des Garnelen-Nachwuchses etwas dezimiert werden, sofern man nicht genug Versteckmöglichkeiten für den Nachwuchs hat), Schnecken und Harnischwelsen der Gattung Ancistrus vergesellschaften. Die Ancistrus stellen den kleinen Garnelen nicht nach und die Garnelen scheinen sich vom Kot der Ancistrus bzw. von den kotfressenden Kleinstlebewesen zu ernähren. Sie sind sehr friedlich untereinander und zu anderen Mitbewohnern.

Aquarium:
Da die Weibchen dieser Zwerggarnelen nur etwa 40 mm lang und die Männchen nur 30 mm lang werden, können sie auch in Mini-Aquarien ab 12 Litern Inhalt gehalten werden. Bei der Bemessung der Aquariengröße sollte man aber bedenken, dass sich die Garnelen nur in einer größeren Gruppe wohl fühlen und dann auch genügend Nachwuchs entsteht.
Die Bienchen fühlen sich wohl, wenn viele Moose, feinfiedrige Pflanzen, getrockenes Herbstlaub, Mulm und Wurzelstücke im Aquarium vorhanden sind.

Ernährung:
Die ´Bee´- Garnelen sind nicht sehr wählerisch, sie nehmen Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Chinchilla-Pellets, Algen, Gemüse, Obst und getrocknetes Herbstlaub (im Sommerhalbjahr auch frische und überbrühte Brennesselblätter) gerne an. Da alle Garnelen einen kurzen Darm haben, sind sie ständig mit dem Fressen beschäftigt.
Wichtig ist bei allen Garnelen dass ihnen überwiegend pflanzliche Kost geboten wird, da bei tierischem Futter (z.B. Frostfutter, FD-Tabs) sonst Häutungsprobleme auftreten können, die zum Verlust von Gliedmaßen oder sogar zum Tode führen können.

Nachzucht:
Die Garnelen gehören dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an, sie sind schon mit drei bis vier Monaten geschlechtsreif und bringen mit ihren kleinen Eiern nach einer Tragzeit von ca. vier Wochen ca. 20 Junggarnelen mit knapp zur Welt. In der Zwischenzeit hat das Weibchen schon neuen Laich gebildet und ist kurz darauf erneut zur Paarung bereit. Sind die Eier reif, häutet sich das Weibchen und zieht mit einem Lockstoff die Männchen an, die plazieren mit ihren Endopoden Samenpakete an die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Das Weibchen presst anschließend die Eier an den Samenpaketen vorbei in die Bauchtasche ihres Hinterleibes, dabei erfolgt die Befruchtung. In der Bauchtasche bleiben die Eier bis die jungen Garnelen schlüpfen. Das Weibchen umspült sie mit ihren ständig wedelnden Schwimmbeinen laufend mit frischem sauerstoffreichem Wasser und gelegentlich werden sie geputzt und umsortiert.

Nachwuchs:
Die Aufzucht der ´Black Bee´ oder der ´Red Bee´ ist wie auch bei der normalen Bienengarnele ebenfalls problemlos, es gibt unter diesen Garnelen keinen Kannibalismus, so dass man Alt- und Junggarnelen nicht trennen muss, lediglich Fische können dem Nachwuchs nachstellen.
Eine spezielle Ernährung ist für den Nachwuchs nicht nötig, solange genug Mulm und Futterreste im Aquarium vorhanden sind, ansonsten gibt es im Handel ein spezielles Trockenfutter für frisch geschlüpfte und heranwachsende Garnelen.

Besonderes:
Um die vielen Muster und Werte unterscheiden zu können, haben sich die internationalen Garnelenzüchter Einteilungen einfallen lassen. International werden die Garnelen in „Grade“ eingeteilt. Je mehr Weissanteil um so höher der Grad. Begonnen wird mit C, B, A, S, SS und SSS (für mich ist diese Einteilung nicht klar). Alle anderen Bezeichnungen sollen nicht nicht offiziell sein.
Im deutschsprachigen Raum haben die Logemann Brüder eine Einteilung in K-Klassen eingeführt. Die Klassen beginnen mit K0 und sind eingeteilt bis K14. Auch hier werden die Klassen höher, je mehr Weissanteil vorhanden ist. Diese Einteilung hat den Vorteil, dass es nach oben hin durchnummeriert ist und nicht wie bei den internationalen Graden mit C anfangen, über A gehen und S als optimal verwenden.

Zusammenfassung:
Familie: Atyidae, Gattung: Caridina, Art: Bienengarnele (Artzugehörigkeit ungeklärt)
Herkunft: Hongkong (China), Zuchtauslese
Größe: 30 bis 40 mm
Geschlechtsunterschiede: Weibchen etwas kräftiger und größer, der Panzer ist an den Schwimmfüßen weiter herunter gezogen, Männchen etwas schlanker
Aquariengröße: ab 12 Liter
Bereich: überwiegend unten
Futter: pflanzliches Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Gemüse, Obst, evtl. getrocknetes Herbstlaub
Temperatur: 15° bis 30°C, optimal 20° bis 25°C
Wasserwerte: pH 6 bis 7; dH ca. 3°; KH ca. 1,5
Lebenserwartung: bis 2 Jahre


25.06.2017