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Neocaridina cf. zhangjiajiensis var. white

Neocaridina cf. zhangjiajiensis var. white


White Pearl, Weißperlen-Zwerggarnele

Den Namen hat diese Zwerggarnele von ihren schneeweißen Eiern, die die Weibchen unter dem Hinterleib tragen. Die White Pearl gehört mittlerweile zu den beliebten Süßwasser-Garnelen, sie ist eine unproblematsche Art in der Haltung und Vermehrung, daher ist sie eine typische Anfängergarnele. In einem Aquarium mit dunklem Bodengrund bietet sie einen schönen Kontrast, da sie einfarbig hell ist. Die Zwerggarnelen haben einen angedeuteten Rückenstrich und schwarze Augen.
Die weiße Färbung ist eine Zuchtform, die Urform wirkt eher unscheinbar, leicht bräunlich. Inzwischen gibt es auch eine bläuliche Zuchtform: die Blue Pearl. Um die White Pearl zu erhalten, ist eine Selektion des Nachwuchses unumgänglich.

Vergesellschaftung:
Die Garnelen lassen sich sehr gut mit Mini-Fischen (dann könnte aber die Menge des Garnelen-Nachwuchses dezimiert werden), Schnecken und Harnischwelsen der Gattung Ancistrus vergesellschaften. Die Ancistrus stellen den kleinen Garnelen nicht nach und die Garnelen scheinen sich vom Kot der Ancistrus bzw. von den kotfressenden Kleinstlebewesen zu ernähren. Sie sind sehr friedlich untereinander und zu anderen Mitbewohnern.

Aquarium:
Im Internet habe ich Angaben ab 12 Litern Inhalt gefunden, wobei ich der Meinung bin, daß diese Garnelen erst in etwas größeren Aquarien zur Geltung kommen. Bei der Bemessung der Aquariengröße sollte man aber bedenken, dass sich die Garnelen nur in einer größeren Gruppe wohl fühlen.
An die Einrichtung stellen sie keine großen Ansprüche, es sollten aber einige Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Wenn dann noch viele Moose, feinfiedrige Pflanzen, getrockenes Herbstlaub, Mulm und Wurzelstücke im Aquarium vorhanden sind, fühlen sie sich pudelwohl.

Ernährung:
Die White Pearl sind nicht sehr wählerisch, sie nehmen Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Chinchilla-Pellets, Algen, Gemüse, Obst und getrocknetes Herbstlaub (im Sommerhalbjahr auch gerne frische und überbrühte Brennesselblätter) gerne an. Da alle Garnelen einen kurzen Darm haben, sind sie ständig mit dem Fressen beschäftigt.
Wichtig ist bei allen Garnelen dass ihnen überwiegend pflanzliche Kost geboten wird, da bei tierischem Futter (z.B. Frostfutter, FD-Tabs) sonst Häutungsprobleme auftreten können, die zum Verlust von Gliedmaßen oder sogar zum Tode führen können.

Nachzucht:
Die Garnelen gehören dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an, sie sind schon mit vier bis sechs Monaten geschlechtsreif und bringen mit ihren kleinen Eiern nach einer Tragzeit von ca. vier Wochen bis zu 30 Junggarnelen zur Welt. In der Zwischenzeit hat das Weibchen schon neuen Laich gebildet und ist kurz darauf erneut zur Paarung bereit. Sind die Eier reif, häutet sich das Weibchen und zieht mit einem Lockstoff die Männchen an, die plazieren mit ihren Endopoden Samenpakete an die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Das Weibchen presst anschließend die Eier an den Samenpaketen vorbei in die Bauchtasche ihres Hinterleibes, dabei erfolgt die Befruchtung. In der Bauchtasche bleiben die Eier bis die jungen Garnelen schlüpfen. Das Weibchen umspült sie mit ihren ständig wedelnden Schwimmbeinen laufend mit frischem sauerstoffreichem Wasser und gelegentlich werden sie geputzt und umsortiert.

Nachwuchs:
Die Aufzucht der Weissperlen-Zwerggarnelen ist ebenfalls problemlos, es gibt unter diesen Garnelen keinen Kannibalismus, so dass man Alt- und Junggarnelen nicht trennen muss, lediglich Fische können dem Nachwuchs nachstellen, daher sollte man auf reichlich Versteckmöglichkeiten achten.
Eine spezielle Ernährung ist für den Nachwuchs nicht nötig, solange genug Mulm und Futterreste im Aquarium vorhanden sind, ansonsten gibt es im Handel ein spezielles Trockenfutter für frisch geschlüpfte und heranwachsende Garnelen.

Zusammenfassung:
Familie: Atyidae, Gattung: Neocaridina, Art: Artzugehörigkeit ungeklärt
Herkunft:
 unbekannt
Größe: 20 bis 25 mm
Geschlechtsunterschiede: Weibchen etwas kräftiger und größer, der Panzer ist an den Schwimmfüßen weiter herunter gezogen, Männchen etwas schlanker
Aquariengröße: ab 12 Liter (20 Liter)
Bereich: unten, mittig und oben
Futter: pflanzliches Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Gemüse, Obst, evtl. getrocknetes Herbstlaub
Temperatur: 20° bis 26°C
Wasserwerte: pH 6 bis 7,5; KH 3 bis 15
Lebenserwartung: ca. 2 Jahre


19.11.2010