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Neocaridina davidi var. Sakura

Neocaridina davidi var. ´Sakura´ Rot, Orange, Gelb und Schoko



Das Foto stammt mit freundlicher Genehmigung von Gerd Voss

Die Sakura orange Zwerggarnele ist eine Zucht- und Farbvariante die es erst seit kurzer Zeit gibt.
Der Begriff "sakura" stammt aus dem japanischen und bedeutet "Kirschblüte" bzw. den Sinn von Schönheit. Die Sakuras gibt es in den Farbschlägen rot, orange und gelb (inzwischen soll es auch braune und schwarze Varianten geben).
Die Farbvarianten stammen aus der Neocaridina davidi (vormals N. heteropoda), der Rückenstrichgarnele, bzw. der Red Cherry. Inzwischen kann man davon ausgehen, dass die Sakuras in rot, orange und gelb bereits farbrein nachgezüchtet werden. Allerdings sollte man ständig eine starke Selektion durchführen, so dass nur sehr intensiv gefärbte Tiere sich verpaaren können.

Vergesellschaftung:
Die Garnelen lassen sich sehr gut mit Mini-Fischen (dann könnte aber die Menge des Garnelen-Nachwuchses dezimiert werden), Schnecken und Harnischwelsen der Gattung Ancistrus vergesellschaften. Die Ancistrus stellen den kleinen Garnelen nicht nach und die Garnelen scheinen sich vom Kot der Ancistrus bzw. von den kotfressenden Kleinstlebewesen zu ernähren. Sie sind sehr friedlich untereinander und zu anderen Mitbewohnern.

Aquarium:
Im Internet habe ich Angeben ab 12 Litern Inhalt gefunden, wobei ich der Meinung bin, dass diese Garnelen erst in etwas größeren Aquarien zur Geltung kommen. Bei der Bemessung der Aquariengröße sollte man aber bedenken, dass sich die Garnelen nur in einer größeren Gruppe wohl fühlen.
An die Einrichtung stellen sie keine großen Ansprüche, es sollten aber einige Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Wenn dann noch Moose, Pflanzen und Wurzeln vorhanden sind, fühlen sie sich pudelwohl.

Ernährung:
Die Sakuras sind nicht sehr wählerisch, sie nehmen Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Chinchilla-Pellets, Algen, Gemüse, Obst und getrocknetes Herbstlaub (im Sommerhalbjahr auch gerne frische und überbrühte Brennesselblätter) gerne an. Da alle Garnelen einen kurzen Darm haben, sind sie ständig mit dem Fressen beschäftigt.
Wichtig ist bei allen Garnelen, dass ihnen überwiegend pflanzliche Kost geboten wird, da bei tierischem Futter (z.B. Frostfutter, FD-Tabs) sonst Häutungsprobleme auftreten können, die zum Verlust von Gliedmaßen oder sogar zum Tode führen können.

Nachzucht:
Die Garnelen gehören dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an, sie sind schon mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif und bringen mit ihren kleinen Eiern nach einer Tragzeit von ca. fünf Wochen bis zu 30 Junggarnelen zur Welt. In der Zwischenzeit hat das Weibchen schon neuen Laich gebildet und ist kurz darauf erneut zur Paarung bereit. Sind die Eier reif, häutet sich das Weibchen und zieht mit einem Lockstoff die Männchen an, die plazieren mit ihren Endopoden Samenpakete an die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Das Weibchen presst anschließend die Eier an den Samenpaketen vorbei in die Bauchtasche ihres Hinterleibes, dabei erfolgt die Befruchtung. In der Bauchtasche bleiben die Eier bis die jungen Garnelen schlüpfen. Das Weibchen umspült sie mit ihren ständig wedelnden Schwimmbeinen laufend mit frischem sauerstoffreichem Wasser und gelegentlich werden sie geputzt und umsortiert.

Nachwuchs:
Die Aufzucht der Sakuras ist ebenfalls problemlos, es gibt unter diesen Garnelen keinen Kannibalismus, so dass man Alt- und Junggarnelen nicht trennen muss, lediglich Fische können dem Nachwuchs nachstellen. Die Junggarnelen sind sehr klein, deshalb sollte genügend Schutz vor Fressfeinden vorhanden sein.
Eine spezielle Ernährung ist für den Nachwuchs nicht nötig, solange genug Mulm und Futterreste im Aquarium vorhanden sind, ansonsten gibt es im Handel ein spezielles Trockenfutter für frisch geschlüpfte und heranwachsende Garnelen.

Zusammenfassung:
Familie: Atyidae, Gattung: Neocaridina
Herkunft:
 Zuchtvariante, Japan, Taiwan
Größe: 20 bis 30 mm
Geschlechtsunterschiede: Weibchen etwas kräftiger und größer, der Panzer ist an den Schwimmfüßen weiter herunter gezogen, dadurch wirken sie fülliger. Die Männchen sind etwas schlanker
Aquariengröße: ab 12 (20) Litern
Bereich: unten, mittig und oben
Futter: pflanzliches Tabletten-, Granulat- und Flockenfutter, Gemüse, Obst, evtl. getrocknetes Herbstlaub
Temperatur: 18° bis 28°C
Wasserwerte: pH 6 bis 8; dH bis 15°; KH bis 10
Lebenserwartung: ca. 2 Jahre


Orange Sakura
 

Orange Sakura 

Yellow Sakura 
 

01.11.2011