Powered by CMSimple
Template: ge-webdesign
Realisation: jk-pc.de

Pomacea diffusa

Pomacea diffusa - Apfelschnecke


Bis 2006 war der Name Pomacea bridgesii gültig.


Eine natur-farbene Apfelschnecke

WICHTIG:
Das Aquarium sollte abwechselungsreich gestaltet sein aber alles so angeordnet,
dass die Schnecken nirgens steckenbleiben können und dann verenden würden,
da sie 
nicht rückwärts kriechen können!

Ein interessanter Pflegling, den es mittlerweile in verschiedenen (natur, gelb, blau, weiß, rosa und lila) Farbschlägen gibt. Diese Apfelschnecken sind in Bezug auf ihr Futter nicht wählerisch, sie fressen fast alles, was sie mit ihrer Raspelzunge (Radula) in kleine Stücke zerreißen und in den Mund befördern können. Das Besondere an der Pomacea ist ihre Lungen-Kiemen-Kombination, so können sie zusätzlich Luft durch den Siphon tanken.
Sie brauchen wie alle Schnecken unbedingt ausreichend Kalk im Wasser zum Gehäuseaufbau. Sie sind deshalb in härterem Wasser besser aufgehoben als in weichem Wasser, ansonsten muss man das Wasser mit Kalkstein, Seemuscheln, Sepi-Schale oder ähnlichem aufhärten.
Die Besonderheit bei den Apfelschnecken ist, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Schnecken keine Zwitter sind. Wenn man Glück hat, hat man beide Geschlechter in einer Gruppe. Hat sich ein Pärchen gefunden und gepaart, kriecht das Weibchen nach der Befruchtung aus dem Wasser und klebt eine (aus Eiern bestehende) weiße Kalktraube an einen Platz mit hoher Luftfeuchte. Im Aquarium ist dies meist in der Abdeckung der Fall.
Die Apfelschnecken sollte man in einer kleinen Gruppe pflegen.
Man sollte sie nicht mit Fischen vergesellschaften, die an ihren Fühlern zupfen oder knabbern, ansonsten sind sie sehr gut mit Garnelen, anderen Schnecken (keine Raubschnecken) und Friedfischen zu pflegen.

Futter:
Allesfresser, pflanzliche Kost wie Algen, getrocknetes Herbstlaub, Pflanzenreste, Gemüse, Obst, Grün-, Garnelen- und Fischfutter.

Besonderes:
Ihre Radula (Raspelmaul) ist nicht geeignet gesunde Pflanzen zu zerkleinern. Daher ist die P. diffusa (bridgesii) die einzige Apfelschnecke die nicht an gesunde Aquarienpflanzen geht!

ACHTUNG!!!
Die EU hat sich mal wieder etwas tolles geleistet:
Ab sofort (30.11.2012) ist die Einfuhr, der Handel, die Verbreitung und die Weitergabe aller Pomacea-Arten verboten!
Der Hintergrund: in Spanien sind Apfelschnecken aufgetaucht, die die Wasserpflanzen und den reis zum Fressen gerne hatten. Nun hat man Angst, dass das auch hier passieren könnte. Bedacht hat man leider nicht, dass es dort um die Pomacea canaliculata oder die Pomacea insularum handelt, die auch einen milden Winter überleben. Die Pomacea diffusa kann mit ihrer Radula gar keine gesunden Pflanzen fressen und würde auch keinen milden Winter in der freien Wildbahn überleben.
Da die wenigsten Menschen aber die Pomacea-Arten unterscheiden können, sind nun leider alle Arten der Pomacea von diesem Verbot betroffen.

Zusammenfassung:
Klasse: Schnecken (Gastropoda), Familie: Apfelschnecken (Ampullariidae)
Herkunft: langsam fließende und stehende Gewässer in Süd- und Zentralamerika
Größe: Gehäusedurchmesser bis 50 mm
Geschlechtsunterschiede: unbekannt, getrenntgeschlechtlich, eierlegend.
?Die Männchen sollen etwas größer werden und längere Fühler haben, außerdem soll man das Begattungsorgan sehen können, wenn die Schnecke an der Aquarienscheibe kriecht, oben mittig im Gehäuse.?
Aquariengröße: ab 60 Liter
Bereich: hauptsächlich unten, auf feinkörnigem Untergrund aber auch auf Hartgrund
Wasserwerte: pH 6,5 bis 8,5; dGh 5 bis 25°
Temperatur: 18° bis 28°C (je höher die Temperatur ist, desto geringer ist die Lebenserwartung)
Lebenserwartung: ca. 2 Jahre


Das Raspelwerkzeug einer blauen Apfelschnecke

Pomacea blau

Pomacea rosa

Pomacea lila

Pomacea weiss
 

28.10.2011