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Hymenochirus sp.

Hymenochirus sp. - Zwergkrallenfrosch


Bild folgt

 

Beschreibung:
Zwergkrallenfrösche leben dauerhaft unter Wasser, können aber auch bei Nahrungsmangel oder schlechter Wasserqualität versuchen das Aquarium zu verlassen. Die Fröschchen verstecken sich gerne unter abgekochtem Herbstlaub, unter Wurzeln und zwischen Pflanzen. Sie müssen allerdings zwischendurch zum Luftholen an die Wasseroberfläche. Zum Schlafen oder Ausruhen sitzen sie gerne auf Wasserpflanzen oder ähnlichem aber so, daß nur die Nasenlöcher gerade aus dem Wasser schauen. Zwergkrallenfrösche atmen nicht nur über ihre Lungen sondern nehmen auch Sauerstoff über die Haut auf (die Larven atmen nur über die Haut).

Aquarium:
Am optimalsten hat sich eine Pflege im Artaquarium erwiesen, da in einem Gesellschaftsaquarium die Ernährung eventuell nicht ausreichend sein kann. Die Frösche sind langsame Fresser, die ihre Beute erst genau fixieren müssen. Die Frösche ruhen sich gerne an der Wasseroberfläche aus und schlafen auch dort, daher bieten sich Planzen mit Schimmblättern an.
Als Bodengrund hat sich, wie er auch in den Regenwald-Gewässern Afrikas vorkommt, ein Torf-Lehm-Sandgemisch (wie man ihn für Gartenteiche kaufen kann) bewährt. Die Strömung sollte nur schwach sein, am optimalsten mit einem Luftheber oder einem Rucksackfilter. Die Beleuchtung sollte nicht zu grell sein mit einigen Schattenplätzen. An die Einrichtung stellen sie keine großen Ansprüche, einige Wurzeln und Pflanzen (Moosalgenbälle, Moose, Javafarn oder Cryptocorynen) die mit geringerem Licht auskommen. Da die Zwergkrallenfrösche in der Natur auch ihre Gewässer bei Nahrungsmangel oder schlechter Wasserqualität verlassen, sollte man alle Öffnungen in der Abdeckung mit Fliegengitter abdichten, denn sie würden auch das Aquarium eventuell verlassen. Allerdings brauchen sie auch nach oben etwas Luft zum Atmen.
Den Wasserwechsel sollte man nicht vernachlässigen.

Vergesellschaftung:
Das Sozialverhalten unter den Fröschen ist zwar nicht sehr ausgeprägt aber natürlicher ist es sie in einer kleinen Gruppe zu pflegen, da man auch so öfter sie mal beobachten kann und sie sich sicherer fühlen. Mit Schnecken oder kleinen Friedfischen, die die gleichen Wasserwerte brauchen, sind sie gut zu vergesellschaften, allerdings sollte man dann bei der Fütterung aufpassen, daß sie genug abbekommen.

Zucht:
Die Vermehrung ist ein bißchen aufwendiger, da die Froschlarven eine intensive Fütterung brauchen, die ein normales Aquarium schnell belasten kann. Es können bis zu 200 Eier mit einem Durchmesser von ca. 1,5 mm abgelegt werden (die an Mohnsamen erinnern und an der Wasseroberfläche schwimmen). Bei einer Temperatur von ca. 25° C schlüpfen sie am zweiten Tag. Nach etwa 11 Tagen kann man schon die hinteren Beinchen erkennen und ab dem zwanzigsten Tag mit ca. 15 mm Länge wachsen die Ärmchen. Nach ca. 36 Tagen ist die Metamorphose zum kleinen Frosch abgeschlossen nur der Schwanz muß sich noch zurück bilden. Nach insgesamt ca. 50 Tagen ist der kleine Frosch fertig und ca. 20 mm lang.

Futter:
Vorzugsweise lebende oder gefrorene Bachröhrenwürmer (Tubifex) und rote Mückenlarven. Alternativ gehen auch Wasserflöhe, Bosmiden, Cyclops und Artemien, lebend oder als Frostfutter. Mit Trockenfutter kann man sie nicht alleine ernähren. Die Frösche kann man sehr leicht überfüttern, da sie scheinbar nicht ihre Grenze kennen, ein zuviel oder auch ein zuwenig kann zum Tode führen.
Tubifex und rote Mückenlarven sollte man nicht gleich verfüttern, da sie aus belasteten Gewässern stammen und somit die Frösche vergiften können. Die Futtertiere sollte man in einem Behälter mit abgestandenem Leitungswasser ein paar Tage wässern (täglich ein bis zwei Mal das Wasser wechseln) und erst dann verfüttern. 

Besonderes:
Im Handel bekommt man meistens Nachzuchten der Zwergkrallenfrösche, sie werden als Hymenochirus sp. angeboten. Dahinter verbergen sich überwiegend die H. boettgeri aber auch die H. curtipes, im Aussehen unterscheiden sie sich nur geringfügig, in der Haltung und Pflege aber nicht. Man sollte sie nicht mit den Krallenfröschen (Xenopus) verwechseln, die werden bis zu 13 cm lang, die Albinos gehören zu der großen Art. Die beiden Arten der Hymenochirus und der Xenopus sind bei gleicher Größe leicht zu unterscheiden: die Zwergkrallenfrösche haben zwischen den Krallen an den Händen Schwimmhäute, bei den Krallenfröschen fehlt diese.

Zusammenfassung:
Ordnung: Froschlurche (Anura), Familie: Zungenlose (Pipidae), Gattung: Zwergkrallenfrösche
Herkunft: Zaire, Kongo, Kamerun (Westafrika)
Größe: ca. 3 cm
Geschlechtsunterschiede: Männchen sind mit knapp 3 cm etwas schlanker und kleiner wie die gut 3 cm langen Weibchen, außerdem haben die Weibchen einen kleinen Fortsatz am Hinterteil der den Männchen fehlt und sind ein wenig fülliger.
Aquarienlänge: ab 60 cm, eine Höhe von ca. 30 cm reicht aus
Bereich: unten und oben
Temperatur: 22° bis 26°C
Wasserwerte: pH 6,5 bis 7,8;  GH 5 bis 12°
Lebenserwartung: ca. 5 Jahre


16.03.2013